Leserbrief 20.8.2015

Leserbrief

In der Berichterstattung über das Rundfunkmuseum befinden sich einige falsche Aussagen, die einer Korrektur bedürfen:

In der FN vom 6.8. heißt es, die Besucher des Museumscafés seien den Zahlen der Museumsbesucher zugeschlagen worden. Das ist falsch, das war nie der Fall.

In der FN vom 15.8. sagt Herr Schramm, im Rundfunkmuseum hätten die Exponate „schlichtweg keine Verzeichnung.“ Das ist schlichtweg falsch. Natürlich sind die Geräte inventarisiert und verzeichnet, was Herr Schramm anhand der Unterlagen im Museum wissen müsste. Allerdings konnte durch meine überraschende Entlassung ein halbes Jahr vor meiner Verrentung keine geordnete Übergabe stattfinden. Da muss sich Herr Schramm aber an die hierfür verantwortliche Kulturreferentin Elisabeth Reichert wenden.

In der FN von 18.8. meint Herr Schramm, dass „Privatpartys nicht zu den musealen Kernaufgaben“ gehören, wobei er suggeriert, hier seien wüste Feste gefeiert worden. Das Museum wurde aber fast durchweg für Feiern zu meist runden Geburtstagen zwischen 35 und 75 Jahren, zu Firmenfeiern, manchmal zu Hochzeiten vermietet. Eine Veranstaltungsart, die auch ohne Führung (ca 40%) in den 4-5 Std Aufenthalt einen hochwertigen Museumsbesuch ermöglichte, saß man doch hier nicht fest wie in einem Lokal, sondern konnte sich ‚die Beine vertreten‘. Er müsste es an Hand der Unterlagen im Museum eigentlich wissen, ebenso wie damals Herr Dr. Thomas Jung, den am 7.4.2009 die Nürnberger Zeitung wie folgt zitierte: „Was die Parties angeht, die jetzt dort gefeiert werden und die der Museumsleiter Walther anführt, so zählt dies für mich nicht zum Kernbestand einer Museumsarbeit…“ So funktioniert Kulturarbeit in Fürth: „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing.“ Auch wenn alles den Bach runtergeht.

Gerd Walther

Ehem. Leiter des Rundfunkmuseums Fürth

Fürth 20.8.2014 (Tippfehler: es muss heißen 2015 – GW)

Der Leserbrief wurde nicht veröffentlicht, auch andersweitig erfolgte keine Richtigstellung.