Leserbrief 9.8.2015

Leserbrief

Im Bericht über das Rundfunkmuseum (FN, 6.8.15) wird behauptet, die Gäste des Museumscafés seien früher den Zahlen der Museumsbesucher zugeschlagen worden. Das ist nicht richtig, Cafébesucher sind nie als Museumsbesucher gezählt worden. Die tagesgenaue Besucherstatistik mit ihrer Unterteilung nach Eintrittspreisen befindet sich wohl immer noch im Sekretariat des Museums.

Ursächlich für den starken Besucherrückgang sind gravierende Fehlentscheidungen der neuen Museumsleitung. So wurden die Vermietungen das Museums, die den Besuchern auch einen Museumsbesuch von hoher Qualität ermöglichten, auf die Vermietung eines Raumes mit einem aberwitzigen Preis-Leistungsverhältnis reduziert. Ein Schaufensterangebot, nicht zum tatsächlichen Gebrauch gedacht.

Ein anderes Beispiel: Der Internet-Auftritt des Museums führt seit neuestem unter ‚Aktuelles‘ die Benutzerrichtlinien. Wo andere Museen mögliche Besucher mit ihren Angeboten umwerben, heißt es beim Rundfunkmuseum ca 15x „die Besucher dürfen nicht…, haben Folge zu leisten…, verboten ist…“ Eine Willkommenskultur sieht anders aus.

Und dann versteckt man sich auch noch hinter Rechtsämtern, Hygienevorschriften, Sicherheitsbedenken etc etc. nach dem Muster „Wir würden ja gerne, aber leider…“ Das Publikum spürt solche Ungereimtheiten (ums freundlich zu sagen) und bleibt weg. Schließlich gibt es genügend andere Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen.

Gerd Walther

ehem. Leiter des Rundfunkmuseums Fürth

Der Leserbrief auf einen Artikel am 6.8.15 von Herrn Dittmar wurde nicht gedruckt. Auch andersweitig erfolgte keine Richtigstellung. Meine Angaben zur ‚Willkommenskultur‘ wurden in einem FN-Artikel am 18.8.2015 aufgenommen. Herr Dittmar rief mich zudem in der Sache an.

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