Leserbrief 5.5.2015

Leserbrief  zu

Städtische Museen stellen Weichen für die Zukunft

Dass die Stadt Fürth endlich einmal Geld in die Hand nimmt, um ihre Museumslandschaft zu erhalten, ist seit Jahren überfällig. Inzwischen befindet sich das Rundfunkmuseum im Sinkflug. Statt der zu erwartenden 20.000 Besucher (2012 waren es 19.117) kamen 2013 nur 16.151, im Jahr 2014 waren es gar nur 11.573. Das Stadtmuseum dümpelt trotz aller Subventionierungen seit Jahren zwischen 6.000 und 8.000 Besuchern dahin.

Doch statt in Eigenpersonal zu investieren, das eine Anbindung an das Museum hat, das man museumsspezfisch fortbilden kann, mit dem die Museen auch personell eine langfristige Planung aufbauen können, wird Geld für ein Fremdfima verschwendet. Deren Mitarbeiter sind aber nicht den Museen, sondern der Firma verpflichtet, für die sie arbeiten.

Warum geht man nicht her, und gewährt z.B. der Stellvertretenden Museumsleiterin im Rundfunkmuseum eine Vollzeitstelle, schafft evtl jeweils noch 1 oder 2 Stellen, bezahlt die Mitarbeiter so, wie es außerhalb von Fürth üblich ist, so dass gutes Personal bleibt?

Der Ansatz, Museumsbesucher würden lediglich Nerven und Kraft des Museumspersonals strapazieren, zeigt, wie fürchterlich wenig Ahnung diese Kulturreferentin von Museumsarbeit hat. Die Weichen werden zwar gestellt, aber genau in die falsche Richtung.

Gerd Walther

ehem. Leiter des Rundfunkmuseums Fürth

Fürth, 5.5.2015

Der Leserbrief erschien am 14.5.2015 mit einer kleinen Änderung. Im letzten Absatz, 1. Satz hieß es „… strapazieren, zeigt in meinen Augen, wie wenig Ahnung die Fürther Kulturreferentin von Museumsarbeit zu haben scheint….“ Naja.

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